Neuigkeiten vom Bund - Allgemeines

…weil mein Herz dafür brennt!

…weil mein Herz dafür brennt!

Traditionell bittet der BEFG zu Ostern um Spenden zur Förderung seiner Bildungsarbeit. Neben dem umfangreichen Fortbildungsangebot der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie wird die Ausbildung für den pastoralen und diakonischen Dienst an der Theologischen Hochschule Elstal unterstützt.
Vor nicht allzu langer Zeit studierten Sara und Samuel Holmer selber noch in Elstal. Seit September vergangenen Jahres arbeiten sie als Pastorenehepaar in Hannover-Linden und sind von ihrer Arbeit begeistert: „Wenn ich das Gefühl habe, ich kann Leuten dabei helfen, das Evangelium neu für sich zu ergreifen und die Freiheit des Evangeliums zu erfahren, dann ist das einfach wunderbar!“ So beschreibt Samuel seinen Dienst. Auch für Sara ist die Arbeitsstelle mehr Berufung als Beruf: „Es ist das, was ich sowieso machen würde, weil mein Herz dafür brennt.“
 
„Eine Gemeinde zu leiten, das Evangelium zu verkünden, ist herausfordernd. Predigt und Lehre angemessen vorbereiten, Beziehungspflege, Seelsorge: All diese Dinge brauchen viel Zeit, erfordern besondere Kenntnisse“, weiß Prof. Dr. Michael Kißkalt, Rektor der Theologischen Hochschule, an der aktuell über 60 junge Menschen auf ihren Dienst vorbereitet werden. „Das Studium ist biblisch fundiert, wissenschaftlich reflektiert und gemeindebezogen. Wissen, Sein  und Tun!“ Neben der theologischen Fachkompetenz gehe es gleichermaßen um die Entfaltung von Persönlichkeit und Spiritualität sowie die Befähigung zu verantwortlichem Handeln: „zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen – als Hauptamtliche im Gemeindedienst.“
Christoph Stiba, Generalsekretär des Bundes, unterstreicht des Weiteren die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements: „Die zahlreichen Ehrenamtlichen in unseren rund 800 Bundesgemeinden tragen ebenso tatkräftig dazu bei, dass Gottes Reich Gestalt gewinnt. Das umfangreiche Programm der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie Elstal unterstützt die vielen Engagierten – durch Seminare und Fortbildungen zu den Themen Gottesdienstgestaltung, Leitung, Lobpreis, Diakonie, Finanzen, Familie und Generationen, Mission, Seelsorge und Psychologie und vieles mehr.“
In der Spendenbitte des BEFG lädt der Generalsekretär die Mitglieder des Bundes herzlich dazu ein, die Bildungsarbeit der Hochschule sowie der Akademie mit einer Spende und durch Kollekten zu unterstützen: „Wir wollen Menschen dabei helfen, ihre Berufung zu entfalten und ihr Potential zu entwickeln, um so unsere Gemeinden zu stärken. Wir wollen Menschen unterstützen, deren Herzen für Gott brennen!“...

Mit Freude zur Mitarbeit motivieren

Mit Freude zur Mitarbeit motivieren

Der Landesverband NRW traf sich am 30. März in Essen zu seiner jährlichen Ratstagung.
212 Teilnehmer aus 91 Gemeinden kamen auf Einladung der EFG Essen-Altendorf ins Lighthouse Essen.
Die Ratstagung 2019 stand unter dem Motto „Ehrenamtliche finden und fördern“. So entwickelte Dr. Stefan Vatter, Coach und Berater für Gemeinden, in seinem Referat als Leitlinie eine Grundhaltung der Freude. Da wo Leitende ihre Freude am Reich Gottes mitzubauen ehrlich und authentisch vorleben, entsteht eine anziehende Attraktivität für andere Menschen, hier selbst gerne mitzuwirken. Dabei gehe es auch darum, den Rucksack von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auf dem Weg der Nachfolge Jesu nicht zu voll zu packen, „denn wir tragen ein sanftes Joch“. 
Kernpunkte der darauffolgenden Impulse aus der Praxis waren die Offenheit für neue Ideen von Menschen, die sich einbringen möchten, eine möglichste frühe Einbindung von jungen Gemeindemitgliedern, das sehr hohe Potenzial der unter 30-Jährigen zu erkennen und zu fördern und alle Dienste in der Gemeinde stets durch Wertschätzung, Dankbarkeit, Lob und auch Belohnung anzuerkennen. 
Ein Schwerpunkt der Ratstagung war die Wahl der Leitungsmitglieder. Wiedergewählt wurden Hildegard Gabler, Werner Hahm und Leo Schouten, neu in die Leitung hineingewählt wurden Hartmut Hoevel und Martin Hamann. Zum Kassierer wurde Heinz Fude ernannt, als Leiter des Gemeindejugendwerks (GJW) wurde Marc Vollmer entsandt.
 
Verschiedene Berichte aus den Arbeitsbereichen des Landesverbandes NRW und die Finanzen bestimmten den Nachmittag der Ratstagung: Nach Vorlage des Kassenberichts 2018 wurde der Haushaltsplan 2019 verabschiedet.
Ort der Tagung des Landesverbandsrat NRW am 28. März 2020 wird die EFG Marl-Drewer sein....

Wie Gemeinden auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren

Wie Gemeinden auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren

Nach dem Auftakt der jährlichen regionalen Konferenzen am vergangenen Wochenende führen an diesem Samstag vier BEFG-Landesverbände ihre Ratstagungen durch. Bereits am Freitagnachmittag beginnt die zweitägige Jahreskonferenz des ChristusForums Deutschland (AGB). Das Themenspektrum reicht vom Umgang mit Fake News und gesellschaftlicher Polarisierung über Konzepte für eine „vitale Gemeinde“ und gute Leitungsarbeit bis hin zur Stärkung zwischenmenschlicher Beziehungen.
„Gemeinde leiten und Gemeinde leiten – das ist nicht immer dasselbe.“ So schreibt es der Landesverband Bayern in der Einladung zu seiner Ratstagung im mittelfränkischen Gunzenhausen: „Die Herausforderungen für Leiterinnen und Leiter sind je nach Gemeindegröße recht unterschiedlich. Eine Gemeinschaft von 40 Menschen ‚funktioniert‘ anders als eine Gemeinde mit 220 Mitgliedern – und braucht eine anders akzentuierte Führung.“ Und so steht die Konferenz unter der Überschrift: „40, 100, 220 – Gemeinden in unterschiedlichen Größen leiten“, denn: „Kommunikation, Strukturen, Leitungsstil folgen nicht einfach einem bestimmten Ideal. Sie müssen sich an vielen Faktoren ausrichten und auch an der Größe der Gemeinde orientieren.“ Als Referent haben die bayerischen Baptisten Dr. Oliver Pilnei eingeladen, den Leiter der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie Elstal. BEFG-Präsident Michael Noss wird ebenso dabei sein wie Referentin Jasmin Jäger.
„Unser Land ist materiell reich, aber unglaublich arm an Beziehungen.“ So schreibt es das ChristusForum Deutschland (AGB) in der Einladung zu seiner Jahrestagung, die unter der Überschrift „Generation beziehungs(un)fähig?!“ steht. Passend zum Untertitel der Konferenz „Beziehungen fördern, heilen, stärken“ werden in Referaten Antworten auf Fragen wie diese gegeben: „Wie kann Gemeinde Menschen in ihrer Beziehungsnot helfen? Was braucht sie selbst, um beziehungsfähig zu sein? Wie wird sie angesichts der gefühlten Bedürfnisse zur ‚Suppenküche gegen das Magenknurren der Seele?‘“ Markus und Antje Schäller werden als Referenten „die gesellschaftliche Not vor Augen führen und Mut machen, ihr entgegenzutreten.“ Als Vertreter des BEFG wird Bundesgeschäftsführungsmitglied Udo Hermann bei der Tagung in Wiedenest mit dabei sein.
Der Landesverband Hessen-Siegerland wird sich bei seiner Ratstagung in Hohenahr-Erda damit beschäftigen, wie Kirchengemeinden der gesellschaftlichen Polarisierung etwas entgegensetzen können. „Gesellschaft in der Zerreißprobe – Herausforderungen an die Gemeinde Jesu“, zu diesem Thema wird Dr. Michael Rohde, leitender Pastor der EFG Hannover-Walderseestraße sprechen. In ihrem Grußwort verweisen die Landesverbandsleitungsmitglieder Rainer Chrupala und Thorsten Lehr auf Julius Köbner und Martin Luther King als Baptisten, die sich politisch engagierten und damit etwas bewirkten. Und sie stellen die Frage: „Gilt nicht auch uns das Wort aus Jeremia 29,7: ‚Suchet der Stadt Bestes!‘?“ Nicht nur Präsidiumsmitglied Jürgen Tibusek und Regionalreferent Christopher Rinke, die als Vertreter des Bundes an der Ratstagung teilnehmen, sind auf die Impulse hierzu sicher gespannt.
Im Januar fand ein Klausurtag des Landesverbandes Thüringen zum Thema „Gemeinde als Zuhause“ statt. Wie Landesverbandsleiter Roger Hofeditz berichtet, wurde dort wieder einmal deutlich, wie wichtig es für Gemeinden ist, ermutigende Impulse für ihre Arbeit zu erhalten. Und genau solche Impulse möchte Benno Braatz bei der Ratstagung in Ilmenau geben. Der Regionalreferent für Ostdeutschland im Dienstbereich Mission wird über „Vitale Gemeinde“ sprechen. Dahinter steckt ein von der Anglikanischen Kirche entwickeltes Programm zur Gemeindeentwicklung, so Braatz: „Der Gemeinde wird darin geholfen, ihren eigenen Weg hin zur Christusebenbildlichkeit zu finden, passend zu unserem Jahresthema ‚INSPIRIERT LEBEN … dass Christus Gestalt gewinnt‘. Sieben Merkmale vitaler Gemeinden werden dabei vorgestellt, die dem Charakter Jesu entsprechen.“ Bei der Konferenz mit dabei sein wird auch Präsidiumsmitglied Michael Lefherz.
Auch bei der Tagung des Landesverbands Sachsen in Schneeberg wird es Impulse zum Jahresthema des Bundes geben, wenn auch mit einer anderen Stoßrichtung: „Inspiriert Leben – im Spannungsfeld zwischen Fake News und der Guten Nachricht“. Dazu schreibt Landesverbandsleiter Peter Fugmann: „Das digitale Zeitalter hat uns eine Medien- und somit auch Informationsflut beschert, die uns schlicht überfordert. Wer berichtet Tatsachen und Fakten? Wer versucht, manipulativ die Stimmung zu beeinflussen? Was ist wahr und was nicht?“ Fake News sei zu einem festen Begriff unserer Tage geworden, so Fugmann: „Was macht diese Entwicklung mit uns und unserem Glauben? In der Predigt zu unserem Thema wollen wir hören, wie wir als Christen und Gemeinden die Herausforderungen unserer Zeit persönlich und gemeinsam meistern können.“ Präsidiumsmitglied Dirk Zimmer wird als Bundesvertreter mit dabei sein.
BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba wünscht den vier Landesverbänden und dem ChristusForum Deutschland im Namen des Bundes „Gottes reichen Segen und konstruktive Beratungen bei ihren Tagungen.“ ...

Für Gleichberechtigung in Baptismus und Gesellschaft

Für Gleichberechtigung in Baptismus und Gesellschaft

Europäische baptistische Frauen in Führungspositionen trafen sich Ende März in Kroatien, um sich auszutauschen, gemeinsam Gott zu suchen und die Frage der Gleichberechtigung zu diskutieren. Sam Mail, BEFG-Referentin für die Arbeit mit Teenagern, Jugendlichen und Jungen Erwachsenen war eine der Teilnehmerinnen dieses „Women Leaders' Retreat“ der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF).

Zagreb Flughafen. Die Sonne scheint. Ein leichter Wind kommt auf. Ich sitze in einem Café und warte auf meinen Flug nach Hause. Drei volle Tage liegen hinter mir. Drei Tage, die aus ganz unterschiedlichen Gründen noch lange in mir nachhallen werden.
Ich merke, wie unsortiert und gemischt meine Gedanken und Gefühle sind. Die breite Palette von Freude, Dankbarkeit, Trauer, Betroffenheit und Ärger – ein wahres Wechselbad der Emotionen.
Hinter mir liegt eine intensive Zeit mit 16 anderen Frauen. Frauen, die ich bis vor Kurzem noch gar nicht kannte, aber denen ich mich nun von Herzen verbunden fühle.
16 Baptistinnen aus den unterschiedlichsten Ecken Europas. 16 Nachfolgerinnen Christi. 16 Frauen, die in ihren Ländern, in der EBF, in der BWA irgendeine Form von Verantwortung übernommen haben, ihren Kontext mitzugestalten, weil sie Gott lieben und sich als Christinnen zutiefst berufen fühlen.
Frausein ist dabei nur ein Nebenschauplatz, der aber immer wieder – mal offensichtlicher, mal versteckter – zum Thema gemacht wird. Und das ist nicht immer einfach.
Egal, ob Generalsekretärinnen, Direktorinnen Theologischer Fakultäten, Pastorinnen, Professorinnen, Präsidentinnen oder Referentinnen, sie alle sind in Crikvenica zusammengekommen, um sich auszutauschen, um Fragen und Frustrationen auf den Tisch zu bringen, um zu ermutigen und ermutigt zu werden.
Was sie vereint, ist die Suche nach einem guten, heilsamen, gemeinsamen Weg nach vorne. Die Suche auf die Antwort der Frage: Wie können alle Menschen – Frauen und Männer gleichermaßen – ihren Platz in der Gemeinde, im Königreich Gottes hier auf Erden finden und ausüben? Wie kann die Frage der Gleichberechtigung so diskutiert und neu gedacht werden, dass sich alle Seiten gehört und verstanden fühlen und dass am Ende Chancengleichheit und Freiheit für alle dabei herumkommen? Wie kann es zu einer Selbstverständlichkeit werden, dass Frauen in Führungspositionen nicht mehr in der Minderheit sind?
In diesen gemeinsamen Tagen wird gelacht, diskutiert, geweint, theologisch gearbeitet und ausgetauscht. Erfolgsgeschichten von 100 Jahren Frauenordination in Großbritannien stehen neben ganz persönlichen Geschichten von Hass-E-Mails und Briefen, die den Betroffenen den Glauben und das ewige Leben absprechen. (Diese Geschichten werden leider viel zu oft und von viel zu vielen der Teilnehmerinnen erzählt.)
Die Frauen, denen ich hier begegne, sind müde und mutig zugleich. Sie sind engagiert, motiviert, klug und witzig. Manchmal sind sie aber auch ein bisschen desillusioniert. Sie tragen die Narben von längst noch nicht überstandenen Kämpfen. Sie sind verärgert und traurig darüber, dass das „Frauenthema“ immer noch ein Thema ist. Manche von ihnen gehen zurück nach Hause in einen Kontext, wo sie nichts über die Erfahrungen der letzten Tage öffentlich berichten dürfen. Das macht betroffen und erschüttert mich. Am Schluss sprechen aber alle davon, dass sie auf‘s Neue ermutigt heimkehren, sich weiterhin für die Chancengleichheit von Frauen im Baptismus einzusetzen.
Ich auch.
Wenn ich über das Gehörte, Erlebte und Geteilte nachdenke, merke ich, wie sehr ich es liebe Baptistin zu sein, wie dankbar ich für meine Rolle im GJW bin. Ich merke, wie sehr ich unseren Bund schätze und wie sehr ich mir eine Kirche wünsche, in der meine drei Töchter eines Tages gemeinsam mit anderen Frauen und Männern in der Realität leben können, von der Paulus schon in seinem Brief an die Galater sprach:
Hier gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Griechen, zwischen Sklaven und freien Menschen, zwischen Mann und Frau. Denn durch eure Verbindung mit Jesus Christus seid ihr alle zusammen ein neuer Mensch geworden. (Galater 3, 28)
Ich für meinen Teil habe beschlossen, mich weiterhin für Chancengleichheit zu engagieren: im GJW, in unserem Bund, mit jungen Menschen, mit meinen eigenen Kindern. Und ich freue mich über alle, die sich mit mir zusammen auf die Reise macht und sich nicht von den schwierigen Fragen und Herausforderungen rund um dieses Thema abhalten lassen. ...

Auf die Zukunft ausgerichtet

Auf die Zukunft ausgerichtet

Der Landesverband Niedersachen-Ostwestfalen-Sachsen-Anhalt (NOSA) traf sich am 30. März in Herford zu seiner jährlichen Ratstagung.
„Wir wollen mit Jesus planen, bauen, Zukunft gewinnen.“ Darin waren sich die 118 Abgeordneten aus den Gemeinden und Einrichtungen des Landesverbandes NOSA einig. Das haben sie dadurch ausgedrückt, dass sie zum Abschluss dekorative Würfel mit Schlüsselworten gemeinsam stapelten.
Anlässlich der jährlichen Ratstagung haben sie über die zukünftige Ausrichtung ihres Verbandes beraten. Grundlage der Ausrichtung ist ein Kernsatz, der bei der Tagung anhand der sechs Seiten eines Würfels vorgestellt wurde: „Wir sind ein regionaler Verband von Gemeinden, die leidenschaftlich Jesus und die Menschen lieben, vielfältig ihre Gaben einsetzen, verbindlich einander unterstützen und engagiert leben, damit Glaube vor Ort erfahrbar wird.“
In einem kreativen Prozess konnten die Abgeordneten an 13 Stationen Vorschläge zur Umsetzung diskutieren, neue Ideen einbringen oder eigene Schwerpunkte formulieren. Dabei ging es um so unterschiedliche Aspekte wie die regionale Verknüpfung von Gemeinden, Sportturniere, die Einrichtung eines YouTube-Kanals oder klösterliche Einkehrtage. Eine im Landesverband eingerichtete Steuerungsgruppe wird die Ergebnisse des kreativen Prozesses sichten und die Umsetzung einzelner Schritte in die Wege leiten.
Bei der Ratstagung wurde den Teilnehmern und Teilnehmerinnen von der Arbeit von Einrichtungen innerhalb des Landesverbandes und des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden informiert. Unter anderem informierten das Gemeindejugendwerk, die Spar- und Kreditbank, die Stiftung Chance zum Leben, EBM INTERNATIONAL, und der Referent für Mission und Gemeindeentwicklung des Landesverbandes, Pastor Jürgen Tischler. Dazu gab es erste Informationen zu einer freikirchlichen Initiative, die mit verschiedenen Aktionen an die erste neuzeitliche Gläubigentaufe vor 500 Jahren erinnert. Diese fand 1525 in Zürich statt. Neben den Baptisten, die sich in der Tradition der reformatorischen Täufer sehen, sind besonders die Mennoniten an der Vorbereitung des Jubiläums für 2025 beteiligt. Es werden ab 2020 jährliche Schwerpunktthemen vorbereitet.
Die Abgeordneten verabschiedeten bei der Ratstagung auch den Haushalt und die Finanzplanung des Landesverbandes. Mit großer Mehrheit beschlossen sie die Erhöhung des von den Gemeinden pro Mitglied zu entrichtenden Jahresbeitrags auf 27 Euro für 2020 und 2021. Mit Dank wurde die Finanzverantwortliche Eva-Maria Ruppert aus Wolfenbüttel nach acht Jahren aus ihrem Dienst verabschiedet. Einstimmig wurde ihre Nachfolgerin Ursula Kassühlke aus Northeim in ihr neues Amt gewählt.
Der Landesverband NOSA gehört zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden und vertritt 86 Gemeinden mit über 11.000 Mitgliedern. Landesverbandsleiter ist Dr. Fred Pieneck.
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Nachhaltig für die Zukunft

Nachhaltig für die Zukunft

Der Arbeitskreis „Evangelium und gesellschaftliche Verantwortung“ hat das Anliegen, auf gesellschaftliche und politische Entwicklungen aus baptistischer Sicht zu reagieren. Dazu beschäftigte er sich in seiner letzten Sitzung mit der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele, den „Fridays for Future“ und dem Gedenken zu 500 Jahre Täuferbewegung.

Am vergangenen Freitag demonstrierten weltweit wieder unzählige Schülerinnen und Schüler sowie Studierende – auch auf den Straßen vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Einen Tag zuvor, am 28. März, hat sich der Arbeitskreis „Evangelium und gesellschaftliche Verantwortung“ getroffen und stellte sich hinter das Anliegen der „Fridays for Future“-Bewegung, die weltweit für den Klimaschutz demonstriert. Vielfach werde in Politik und Medien mit Zynismus auf die demonstrierenden Schüler reagiert, wurde im Arbeitskreis festgestellt. Auch wenn die Schulpflicht nicht außer Acht gelassen werden darf, waren sich alle Mitglieder des Arbeitskreises einig, die „Fridays for Future“-Bewegung in ihrem Ziel zu unterstützen, konsequenter und dringlicher für den Klimaschutz einzutreten.

„Maßnahmen zum Klimaschutz“, so lautet auch eines der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN). Der Arbeitskreis „Evangelium und gesellschaftliche Verantwortung“, eine Kommission des Bundesrates des BEFG, setzt sich im Auftrag des Präsidiums für die Umsetzung von zwei der sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) ein: für die Nachhaltigkeit von Konsum und Produktion sowie für den Klimaschutz. „Die SDGs greifen die Himmelreichgleichnisse Jesu in ihrer sozialen und globalen Dimension auf“, so Pastor Peter Jörgensen, der Beauftragte der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) am Sitz der Bundesregierung und Mitglied des Arbeitskreises. „In ihnen wird die Sorge um das Globalwohl konkret und wir sind im Rahmen der Nachfolge Jesu auch hier gefordert, Konsequenzen für unser Handeln zu ziehen. Nur so wird unsere Predigt von der Liebe Gottes glaubwürdig.“ Daher erarbeitet der Arbeitskreis einen Leitfaden für nachhaltigen Konsum und Produktion.

Eine andere Möglichkeit, in die Gesellschaft hinein zu wirken, ist für den Arbeitskreis die Erinnerung an 500 Jahre Täufergeschichte. Denn wer etwas wagt und aufsteht, erhält Aufmerksamkeit und kann Veränderungen herbeiführen. Vor bald 500 Jahren haben die Täufer mit der Taufe von mündigen Erwachsenen den Anfang der Täuferbewegung gesetzt. Unter dem Motto „Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung 1525 bis 2025“ wird dieses Gedenken mit fünf Themenjahren begangen: mündig, gemeinsam, konsequent, gewaltlos und Hoffnung leben. Zusätzlich soll es ein Magazin für die Gemeinden geben, um die damaligen Anliegen auf heute zu übertragen. ...