Neuigkeiten vom Bund - Allgemeines

Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

„Die deutsche Geschichte ist für uns Verpflichtung, denen Schutz durch Asyl zu gewähren, die wegen ihrer religiösen Überzeugungen bedroht werden.“ Mit diesen Worten hat der Bundesrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in einer heute verabschiedeten Resolution daran erinnert, dass „Religionsfreiheit und das Recht auf Asyl Grundrechte sind, die zusammengehören“. Im Vorfeld des Weltflüchtlingstags am 20. Juni fordert die Resolution von den staatlichen Stellen, dass über Asylanträge aus religiösen Gründen nur Menschen entscheiden, die dazu befähigt sind.

Die Resolution erinnert „dankbar“ daran, dass die Weimarer Reichsverfassung vor 100 Jahren und das Grundgesetz vor 70 Jahren Religionsfreiheit festschrieben. Zudem gebe es seit dem Fall der Mauer vor 30 Jahren „in ganz Deutschland eine umfassende Religionsfreiheit“. Gleichzeitig erinnert das Dokument daran, dass „die Nationalsozialisten die demokratischen Grundstrukturen zerstörten und elementare Grundrechte wie das auf Leben und den Schutz von Minderheiten missachteten. Wer – wie die Juden – verfolgt wurde und im Ausland kein Asyl fand, war der brutalen Verfolgung durch die Nationalsozialisten hilflos ausgeliefert.“
Die Verpflichtung zum Schutz für religiös Verfolgte ergebe sich aus der deutschen Geschichte. Menschen, denen aufgrund eines Religionswechsels Verfolgung drohe, bräuchten den staatlichen Schutz „in besonderer Weise – ob sie nun bereits in ihrem Herkunftsland konvertiert sind oder erst in Deutschland die Religion gewechselt haben.“
Bei der Entscheidung über Asylanträge aus religiösen Gründen sei „religiöse Fachkompetenz“ unerlässlich. Die Folgen dieser Beschlüsse seien für die Betroffenen weitreichend, ja möglicherweise existentiell. „Es darf nicht passieren, dass das Grundrecht auf Religionsfreiheit ausgehöhlt wird. Doch genau dies geschieht, wo Menschen, denen es wegen drohender Verfolgung aus religiösen Gründen zusteht, das Grundrecht auf Asyl nicht gewährt wird.“
Am Ende würdigt die Resolution das Engagement der Kirchengemeinden für Geflüchtete und ermutigt sie, hierin nicht nachzulassen: „Wir wünschen uns, dass Gemeinden Konvertiten in Fragen des Glaubens und der christlichen Lebensgestaltung eine Stütze sind und ihnen auch in juristischen Fragen beistehen.“...

INSPIRIERT LEBEN in Krisenzeiten

INSPIRIERT LEBEN in Krisenzeiten

Zum Auftakt der Bundesratstagung 2019 hielt Ansgar Hörsting, der Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (BFeG), einen Impuls zum Thema INSPIRIERT LEBEN in Krisenzeiten.

Krisen gehören zum Leben dazu – aber sie können überwunden werden. Davon ist BFeG-Präses Ansgar Hörsting überzeugt. Daher sollten wir Krisen und Herausforderungen willkommen heißen. Denn es gäbe kein Leben ohne Angst und Bedrängnis. „Krise ist das neue Normal“, so Hörsting. Zum Auftakt der Bundesratstagung vom 26. Mai bis zum 1. Juni in Kassel berichtete er auch von eigenen Krisen – etwa Glaubenskrisen, in denen er befürchtete, den Glauben zu verlieren, oder Herausforderungen, die ihm zu groß erschienen.

In seinem Vortrag zum Thema „Herausfordernde Zeiten – durchtragender Glaube: Inspiriert leben in Krisenzeiten“ verglich Hörsting den Lebensweg mit einer Wanderung: „Es gab noch keine Wanderung, auf der ich nicht gedacht hätte: Warum bist du nicht besser zu Hause geblieben?“ In so einer Lage gelte es sich auf das Ziel zu konzentrieren. Übertragen auf das Leben heiße dies: „Ich brauche etwas, wofür ich lebe und wofür es sich lohnt zu leben.“ Für Christen könne dies bedeuten, dass sie sich dafür engagierten, das ganze Evangelium der ganzen Menschheit weiterzusagen oder sich einfach in andere Menschen zu investieren. Hörsting räumte ein, dass dies Kraft koste. Doch durchzuhalten könne man lernen. Auch in Krisenzeiten gelte es treu zu bleiben.

Das Neue Testament beschreibt nach Hörstings Worten nicht nur das Bild eines ständig siegreichen Lebens. Wer in einer Krise stecke, brauche Freunde oder Vorbilder. Manchmal könne es auch das Beste sein, Pläne zu verändern und realistische Ziele zu finden. Das habe er sowohl auf Wanderungen als auch in der Arbeitswelt erlebt. Eine Änderung der Wanderroute habe ihn vor Schaden bewahrt und die Umstellung von Arbeitsprozessen vor Dauerüberlastung. Das Einhalten des Sabbatgebotes – des arbeitsfreien Sonntags – gehöre ebenfalls dazu. Es gebe die Neigung, sich in Gemeinden nur die Siege zu erzählen, nicht die Niederlagen. Er habe die Erfahrung gemacht, dass da, wo er selbst ehrlich geworden ist und von seinem kleinen Glauben oder von Wunden und Narben erzählt hat, Zuhörer aufatmeten und sich verstanden fühlten. Zugleich seien Menschen, die trotz aller Hindernisse durchhalten, ein Vorbild für andere. Hörsting : „Auch ich hatte solche ermutigenden Personen in meinem persönlichen Umfeld.“ Gerade in der Krise sei ihm Gott neu begegnet. Vor allem habe er verstanden, dass Jesus Christus ja schon der Sieger sei. Glaube bedeute nichts mehr, als diesem Jesus Christus zu vertrauen – auch und gerade in Krisen und Herausforderungen. ...

Noss wiedergewählt: Mutige Schritte angesichts des gesellschaftlichen Wandels

Noss wiedergewählt: Mutige Schritte angesichts des gesellschaftlichen Wandels

Altgediente Konzepte auch einmal über Bord werfen und mutige Schritte gehen, um die Liebe Gottes weiterzugeben, dazu hat Michael Noss nach seiner Wiederwahl als Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) ermutigt. Er wurde in Kassel bei der jährlichen Bundesratstagung der Freikirche mit 91 Prozent der Delegiertenstimmen in dem Amt bestätigt, das er bereits seit vier Jahren bekleidet. Corinna Zeschky wurde durch das Präsidium als Stellvertreterin des Präsidenten bestätigt. Der Bundesrat wählte zudem vier neue Mitglieder in das Präsidium. 

„Wir erleben in Deutschland und weltweit durch Globalisierung und Digitalisierung enorme Umbrüche, die auch vor der Kirche nicht haltmachen“, sagte Noss am Rande der Konferenz. Christen sollten sich auf den Wandel einlassen und den Mut haben, Neues zu wagen. „Mit einer festen Ausrichtung auf das Zentrum unseres Glaubens, Christus, sollten wir uns trauen, altgediente Konzepte auch einmal über Bord zu werfen und mutige Schritte zu gehen, um die Liebe Gottes weiterzugeben.“ Denn es gehe darum, in einem veränderten Umfeld das zu tun, was Jesus schon vor zweitausend Jahren getan habe: „Menschen ermutigen, sie stärken und ihnen die Hoffnung weitergeben, die das Leben von Grund auf verändern kann.“
Turnusgemäß endete mit dem Bundesrat die Wahlperiode von sechs Präsidiumsmitgliedern. Neu in das Gremium gewählt wurden die Pastorin Lea Herbert (Großhansdorf bei Hamburg), die Juristin Cornelia Gerlach (Dresden), der Pastoralreferent Veit Claesberg (Bergneustadt) und der Pastor Volker Bohle (Berlin). Wiedergewählt wurden die Trauerrednerin Dorothee Oesemann (Stendal) und Pastor Dirk Zimmer (Heiligenstadt in Oberfranken). Nicht zur Wiederwahl stellten sich Alfred Aidoo, Martin Grapentin und Michael Lefherz. Jürgen Tibusek, der bereits drei Amtszeiten absolviert hat, konnte nicht wiedergewählt werden. Auch der Vertreter des ChristusForums Deutschland (Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden, AGB) im Präsidium, Reinhard Lorenz, schied mit dem Bundesrat aus dem Gremium aus. Das ChristusForum hat seinen neuen Geschäftsführer Alexander Rockstroh als dessen Nachfolger bestimmt. Der AGB-Vertreter wird nicht durch den Bundesrat gewählt. Michael Noss dankte den scheidenden Mitgliedern für ihre Arbeit im Präsidium.
Mitglieder des Präsidiums bleiben Pastor Frank Fornaçon, die Dozentin Andrea Kallweit-Bensel, der Kaufmann Holger Huhn und der Direktor des Amtsgerichts Salzgitter, Eckart Müller-Zitzke....

Bundesratstagung: Mit Christus in der Mitte gesellschaftlich etwas bewegen

Bundesratstagung: Mit Christus in der Mitte gesellschaftlich etwas bewegen

Mit der Bundesratstagung vom 29. Mai bis 1. Juni in Kassel beendet der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) offiziell sein Themenjahr 2018/19 „INSPIRIERT LEBEN … dass Christus Gestalt gewinnt“. Für BEFG-Präsident Michael Noss geht es dabei um den Kern des Glaubens und dessen Auswirkungen: „Wo Menschen ihr Handeln an der Bibel ausrichten, können sie auch gesellschaftlich etwas bewegen.“
„Vom Evangelium her wollen wir Christus verkündigen und uns im Handeln und in Begegnungen mit anderen geistlich motivieren lassen“, so Noss. Die gute Botschaft von Jesus Christus solle im Leben der Christinnen und Christen ebenso Gestalt gewinnen wie in der Gesellschaft: „Das geschieht in der Verkündigung des Evangeliums und indem wir Verantwortung in unserem Umfeld übernehmen.“ Daraus ergebe sich für den BEFG beispielsweise der gemeinsame Einsatz mit „Micha Deutschland“ für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs). Der Bundesrat nehme diese Verantwortung ebenfalls in den Blick, etwa mit einer Podiumsdiskussion an Himmelfahrt zum Thema „Vielfältige Aufgaben – gemeinsame Verantwortung: Inspiriert leben in der Gesellschaft“. Moderiert wird der Abend von Uwe Heimowski, dem Beauftragten der Deutschen Evangelischen Allianz beim Deutschen Bundestag und der Bundesregierung. Diskutieren werden „Micha Deutschland“-Geschäftsführerin Stefanie Linner, der Beauftragte der Vereinigung Evangelischer Freikirchen am Sitz der Bundesregierung, Peter Jörgensen, der entwicklungspolitische Beauftragte von „Brot für die Welt“, Thilo Hoppe, und der mennonitische Friedensforscher Prof. Dr. Fernando Enns.
Am selben Tag spricht Prof. Enns über das Thema „Gefährdeter Frieden – tragfähige Perspektiven: Inspiriert leben als Friedensstifter“. Dazu hebt BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba hervor, er betrachte die „aktuelle gesellschaftliche Situation mit Sorge: das Erstarken radikal-politischer Strömungen und die Polarisierung linker und rechter Gruppierungen, die sich zunehmend unversöhnlich gegenüberstehen. Wir wollen, vom Evangelium inspiriert, für die Menschenrechte und Freiheiten aller einstehen.“ Für ihn sei es wichtig, dass Bund und Gemeinden „auf versöhnliche Weise Position beziehen“, wie auch die aktuelle Jahreslosung dazu ermutige, Frieden zu suchen und ihm nachzujagen.
Den Eröffnungsvortrag der Bundesratstagung hält der Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting, zum Thema „Herausfordernde Zeiten – durchtragender Glaube: Inspiriert leben in Krisenzeiten?“ Um INSPIRIERT LEBEN geht es auf dem Bundesrat zudem in einem Himmelfahrtsgottesdienst, in Erzählcafés, Bibelarbeiten, Workshops und bei einem kontemplativen Abend mit „Zuspruch, Ermutigung und Segen“. Zudem werden Konzerte mit dem Gospelchor „Up to you“ sowie mit Eberhard und Carola Rink angeboten. Und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich an den Abenden in den beliebten Lounges zum Austausch treffen.
Kern der Konferenz sind die Sitzungen des Bundesrats, also des Kirchenparlaments des BEFG, in das alle Gemeinden und Werke Delegierte entsenden können. Auf der Tagesordnung stehen die Aufnahme neuer Gemeinden, Beschlüsse zu den Finanzen, rechtliche Fragen sowie Wahlen zum Präsidium des Bundes, das nach dem Bundesrat zweithöchste Entscheidungsgremium des BEFG....

Gerechter Frieden als Lebenshaltung

Gerechter Frieden als Lebenshaltung

Gerechter Frieden sollte eine Lebenshaltung von Christinnen und Christen sein. Dafür plädierte der Mennonit und Friedenstheologe Fernando Enns bei seinem Vortrag „Gefährdeter Frieden – tragfähige Perspektiven: Inspiriert leben als Friedensstifter“ am 30. Mai auf der Bundesratstagung in Kassel.

Fernando Enns stellte den ökumenischen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens vor, eine Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen, weil dieser ihn zurzeit persönlich sehr inspiriere. Friede habe für ihn, so Enns, immer eine politische Bedeutung und sei für ihn als Theologe und gläubiger Christ auch Verheißung und Zuspruch. Zudem könne Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung nicht einzeln gedacht und gelebt werden. Diese „Trias werden wir nicht mehr auseinanderreißen“, sagte Enns. „Außer die Waffen zum Schweigen zu bringen“, so zitierte Enns den Ökumenischen Aufruf zum Gerechten Frieden“, gehöre zum gerechten Frieden auch „soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Achtung der Menschenrechte und Sicherheit für alle Menschen inklusive der Schöpfung.“ Wichtig sei es auch, im Frieden mit sich selbst zu sein.
Der Universitätsprofessor betonte, dass das Friedensuchen kein Ziel, sondern ein fortwährender Prozess sei, der aus der Inspiration lebt. Gerechter Frieden sei spirituell identitätsstiftend: „Wir lassen uns verwandeln durch Gebet und durch unser Handeln im Gebet.“ Und er fügte hinzu: „Wenn wir selbst verwandelt werden, können wir selbst zu Verwandlung führen.“ Fernando Enns lud dazu ein, den Pilgerweg zu gehen. Denn „Frieden beginnt vielleicht mit beten und gehen“. Auf dem Pilgerweg setze man sich verschiedenen Stationen aus, um von diesen zu lernen und inspiriert weiterzugehen. Er selber habe diese inspirierende Erfahrung beispielsweise im Niemandsland zwischen Thailand und Myanmar gemacht, wo tausende von Menschen schon jahrelang auf engstem Raum in Flüchtlingslagern zusammenleben. Diese seien staatenlos, hätten noch nicht einmal einen Flüchtlingsstatus und dürften die Region nicht verlassen. Diese Menschen, sagte Enns, würden ihr Leben selber organisieren: „Sie verwandeln ihre Situation, weil sie glauben, dass Gott auch in ihrer Situation, in ihrem Flüchtlingslager gegenwärtig ist. Man muss staunen über diesen Glauben, aber er steckt an.“ So gäbe es Schulunterricht für die Kinder und die Möglichkeit zu Studium und Ausbildung für die Heranwachsenden, obwohl deren Abschlüsse nirgendwo anders anerkannt werden würden. Doch diese Menschen wüssten: „Frieden und Gerechtigkeit ist auch für uns da, auch wenn die Welt uns vergisst. Gott hat uns nicht vergessen.“...

Wildlife Sandheide

Wildlife Sandheide

Mit dem Sonderkonto „Gemeinden helfen Flüchtlingen“ unterstützt der BEFG Gemeinden, die sich in der Arbeit mit Geflüchteten engagieren. Ein gefördertes Projekt ist der Pfadfinderstamm, den die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Erkrath gemeinsam mit einem Verein vor Ort gegründet hat.

„Wildlife Sandheide“ – unter diesem Motto treffen sich seit fast einem Jahr jeden Donnerstag von 17:00 bis 19:00 Uhr circa 20 Kinder in der Sandheide, um gemeinsam Abenteuer zu erleben. Der Stadtteil Sandheide in Erkrath ist ein Viertel, das hauptsächlich von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund bewohnt wird. Entsprechend bunt ist die Zusammensetzung des Treffens: Luan aus Albanien, Sinan aus der Türkei, Michelle aus Deutschland, Hamad aus Pakistan, Fayed aus Afghanistan und Kinder aus einigen anderen Ländern spielen gemeinsam, lernen die Natur in ihrer Umgebung kennen und schätzen, und hören und erleben christliche Werte.

Begonnen hat alles mit einer Pilotphase von zehn Wochen vor den Sommerferien 2018: Der Verein füreinander e.V., der schon seit einigen Jahren eine erfolgreiche sozial-karitative Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Sandheide betreibt, und die Royal Rangers der EFG Erkrath Treffpunkt Leben haben sich zusammengetan, um gemeinsam ein naturnahes, erlebnispädagogisches Angebot auf Basis der Pfadfinderpädagogik zu schaffen. Das Ziel: Kinder mit der bestehenden Pfadfinderarbeit der EFG Erkrath zu vernetzen und ihnen und ihren Familien den Schritt in die Gemeinde zu erleichtern.

Als Treffpunkt steht dazu ein Spielplatz mit angrenzendem Wald zur Verfügung. Alles nötige Material wird in einem Imbissanhänger gelagert. Jeden Donnerstag wird dieser an den Waldrand gefahren, die Türen und die Seitenklappe geöffnet und schon kann's losgehen. Die Anschaffung von Material und Anhänger wurde durch großzügige Unterstützung der Flüchtlingshilfe des BEFG ermöglicht.

Die Kinder der Anwohner, die ansonsten nicht in den Wald gehen, werden mit dem Projekt „Wildlife Sandheide“ von der Straße geholt, mit erlebnispädagogischen Ansätzen in ihrer Persönlichkeit gefördert und durch Andachten wird ihnen Gottes gute Botschaft näher gebracht. Die Kinder sind dazu in Gruppen von sechs bis acht Teilnehmern aufgeteilt. Gemeinsam gilt es, in diesen Teams dann diverse Abenteuer zu bewältigen: Der Umgang mit Messer, Säge und Beil wurde erlernt, die Kinder haben sich im Dunkeln in den Wald getraut – auch ohne Taschenlampe –, haben Schätze gefunden, Pizza im Feuer gebacken, einen Staudamm im Bachbett gebaut und viele andere unvergessliche Momente erlebt.

In den zentralen Inputs wurden Werte, wie Ehrlichkeit oder Treue vermittelt, der Wert des Einzelnen hochgehalten und Gottes Liebe in Wort und Tat erlebbar gemacht. Die Betreuung erfolgt dabei durch pädagogische Fachkräfte und durch ehrenamtliche Mitarbeiter. Besonders erfreulich ist die Reaktion der Anwohner: Ein anerkennendes Wort einer vorbeifahrenden Anwohnerin, die Kuchenspende der Ranger-Mütter oder ein junger Mann aus der Sandheide, der selbst als Mitarbeiter aktiv wird - all das zeigt, dass die Menschen in der Sandheide der Arbeit positiv gegenüberstehen und diese oft genug auch mit Wort und Tat unterstützen.

Aus dem Pilotprojekt ist ein neuer Pfadfinderstamm entstanden – lebendig, laut und bunt – wie die Kinder in der Sandheide.

Spenden für die Flüchtlingsarbeit von German Baptist Aid (P 45909) sowie für „Gemeinden helfen Flüchtlingen“ (P 41503) sind auch weiterhin nötig und willkommen (Konto des BEFG, IBAN: DE14 5009 2100 0000 0333 08)....